Direkt zum Hauptbereich

Fiesta de la Luz

Und da melde ich mich doch tatsächlich schon wieder... Heute möchte ich euch von der Fiesta de la Luz erzählen, die in Quito stattgefunden hat. Das ist, wie der Name bereits sagt, ein Lichtfest, bei dem an insgesamt 7 verschiedenen Orten im Centro Historico Lichtspiele beziehungsweise Lichtshows stattfinden. Das Ganze kostet nichts und findet außerdem nur alle 20 Jahre statt, sodass ich mir die Chance nicht entgehen lassen konnte. Auch wenn es bedeutete, dass ich erst gegen 1 Uhr nachts im Bett war und heute arbeiten musste. Zudem waren natürlich sehr viele Menschen da und für jemanden mit Platzangst wäre es absolut nichts gewesen. Auch mir wurde heiß und schwindelig (was definitiv nicht an meiner süßen Begleitung lag) und manchmal dachte ich schon, dass doch irgendjemand gleich umkippen müsste (was zum Glück ausgeblieben ist). Ein kleiner Junge meinte witzigerweise zu seinem Vater (auf Spanisch): "In Deutschland wäre das nicht möglich". Keine Ahnung, woher er das wusste, aber ich vermute, er hat recht, denn die Polizei hätte sicherlich niemanden mehr hereingelassen. Auch am Ende war es schwer, einen Bus zu kriegen und die Menschenmassen quetschten sich so sehr in den Trolleybus, dass ich schon dachte, sie fallen wieder heraus, da die Türen nicht zu schließen gingen. Meine ecuadorianische Begleitung meinte daraufhin nur, dies sei halt Ecuador und ein bisschen mehr Ordnung würde hier allen guttun.

Nun noch zu den Fotos:





Liebe Grüße,
Mandy

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Die falsche Karte

Hallo Ihr, heute melde ich mich schon wieder, allerdings nicht mit News aus Ecuador. Ich möchte gerne etwas mit euch teilen (manche wissen es vielleicht schon). Und zwar geht es um unsere Weltkarte. Jeder kennt sie aus dem Schulatlas und dabei ist sie so, wie wir sie kennen, eigentlich falsch. Da man versucht hat, alles auf einer Ebene darzustellen, wurden die wahren Proportionen außer Acht gelassen. Zum Beispiel sehen Madagaskar und Großbritannien auf unserer Karte gleich aus, dabei ist Madagaskar viel größer. Auch Afrika und Grönland haben in Wahrheit keine ähnlich große Fläche, sondern Afrika ist um die 13-mal größer. Außerdem spiegelt die Weltkarte in gewisser Weise auch immer unsere Sicht auf die Dinge wider. Hat sich noch niemand gefragt, warum ausgerechnet Europa in der Mitte ist? Denn vom Weltraum aus betrachtet, gibt es so etwas wie Oben und Unten, Mitte und Rand gar nicht. Man spricht hierbei auch von "Eurozentrismus", das heißt, Europa wird konkret in die Mitte...

Galápagos

Türkisblaues Meer umspült den langen goldenen Sandstrand. Eine Welle zerschlägt sich an einem pechschwarzen Lavastein, auf dem seelenruhig eine ebenso schwarze Echse sitzt. Sie speiht das Salzwasser durch ihre Nase wieder aus und eine kleine Fontäne sprüht durch die Luft. Sie wirkt wie ein urzeitlicher Dinosaurier auf ihrem Stein. Gleich daneben rekelt sich in dem weichen Sand ein Seelöwe, ein weiterer kommt dazu. Eine Meeresschildkröte taucht vorbei, Delfine springen im Wasser. Die Landschaft auf dem Festland ist karg, im Hintergrund sind Vulkane zu erkennen. Galápagos. Womöglich das berühmteste Archipel dieser Erde. Die Inseln liegen knapp 1000km westlich der ecuadorianischen Küste. Doch die Inseln haben mehr zu bieten als nur wunderschöne Strände und tiefblaues Wasser. Ihre einzigartige Flora und Fauna stehen für eine eigene kleine Welt. Hier gibt es Tier- und Pflanzenarten, die so nirgendwo anders zu finden sind. Die Inseln selbst sind nur knapp vier Millionen Jahre alt, Isa...

Der Countdown läuft: Noch 2 Monate!

In 2 Monaten ist es soweit: Ich werde nach Deutschland zurückkehren. In diesem Blogpost möchte ich euch ein bisschen erzählen, wie es mir damit ergeht. Meine Gefühle sind durchaus gemischt. Einerseits freue ich mich darauf, meine Familie und Freunde wiederzusehen, andererseits habe ich Angst vor dem allseits bekannten Kulturschock. Denn dieser wird mit Sicherheit nicht gering ausfallen und ich werde wohl meine Zeit brauchen, um mich wieder an alles zu gewöhnen. Hier mal eine Liste der Dinge, die ich vermissen werde: - Die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Menschen - Die riesige Auswahl an Obst; weiteres Essen wie Patacones, Empanadas und Tortillas - Die unglaubliche Vielfalt der Natur (und die Schönheit!) - Dass alles relativ schnell zu erreichen ist, so kann man zum Beispiel einfach mal über Nacht in 6 Stunden an den Strand fahren - Die Lockerheit der Menschen zum Thema Zeit; dass Stress quasi ein unbekanntes Wort ist - Spanisch sprechen - Meine ecuadorianischen Freund...